Kanton Solothurn: Zeitumstellung erhöht Gefahr von Wildunfällen

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden die Uhren zurückgestellt. Im Kanton Solothurn steigt damit die Gefahr von Kollisionen mit Wildtieren.

Durch die Zeitumstellung beginnt es bald noch früher zu dämmern. Dadurch steigt das Risiko für Wildunfälle auf den Strassen.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Die Zeitumstellung bringt eine höhere Gefahr von Wildunfällen mit sich, da der Berufsverkehr mit der Dämmerung zusammenfällt. In den frühen Morgenstunden sind viele Wildtiere wie Rehe, Rothirsche oder Wildschweine unterwegs.
Für die Fahrzeuglenkerinnen und -lenker ist die Sicht eingeschränkt. Eine erhöhte Aufmerksamkeit und angepasstes Tempo tragen wesentlich zur Vermeidung von Unfällen bei.
«Fahren Sie vorausschauend und rechnen Sie jederzeit mit einem Wildtier, welches die Strasse quert» sagt Mark Struch, Wildbiologe der Abteilung Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn.
In letzter Zeit registrierte das Amt für Wald, Jagd und Fischerei vermehrt Kollisionen mit Rotwild. Ein ausgewachsener Rothirschstier bringt problemlos gegen 300 Kilogramm und mehr auf die Waage. Viele Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wissen nicht, dass solch grosse Wildtiere bei uns zunehmend vorkommen und eine namhafte Gefahr bei Kollisionen darstellen.
Unfälle sofort melden ist Pflicht
Kommt es trotzdem zu einer Kollision mit einem Wildtier, ist unverzüglich die Polizei zu benachrichtigen. Wer die sofortige Meldung unterlässt und sich vom Unfallort entfernt, macht sich gemäss Strassenverkehrsgesetz strafbar.
«Angefahrene Tiere können, schwer verletzt irgendwo in Deckung, tagelang leiden und qualvoll verenden. Nur wenn Kollisionen unverzüglich gemeldet werden, können die Tiere durch die Jagdaufsicht mit speziell dafür ausgebildeten Hunden gesucht und allenfalls erlöst werden», so Struch.
So handeln Sie richtig
Halten Sie an und schalten Sie die Warnblinker ein.
Ziehen Sie eine Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle (Pannendreieck).
Rufen Sie die Polizei Tel. 117 an. Die Polizei bietet die zuständige Jagdaufsicht auf.
Nähern Sie sich einem Wildtier auf keinen Fall! Versuchen Sie nicht, einem verletzten Wildtier zu helfen. Es wird noch mehr in Angst versetzt und gestresst. Warten Sie unbedingt auf Polizei oder Jagdaufsicht.





