Bauverwaltung erhält neue Führungsstruktur

Der Stadtrat Zofingen organisiert die Bauverwaltung neu. Eine Geschäftsleitung Bau soll Koordination, Priorisierung und Kundenorientierung verbessern.

Wie die Stadt Zofingen mitteilt, hat der Stadtrat hat entschieden, wie die Zofinger Bauverwaltung in Zukunft organisiert sein soll. Neu wird es eine Geschäftsleitung Bau geben, die vor allem die Koordination, Steuerung und Priorisierung von Aufgaben, Projekten und Ressourcen wahrnehmen wird. Das Ziel ist, die Tätigkeiten und Dienstleistungen verstärkt auf interne und externe Anspruchsgruppen auszurichten.
Die neue Geschäftsleitung Bau besteht aus den Bereichsleitern Hochbau und Tiefbau sowie der Leiterin Stadtentwicklung. Sie beginnt ihre Arbeit, sobald die Nachfolge des bisherigen Leiters Tiefbau, Werner Ryter, im Amt ist.
Werner Ryter wird 2026 pensioniert. «Der Stadtrat ist überzeugt, dass die Arbeit der Bauverwaltung mit der neuen Geschäftsleitung wesentlich optimiert werden kann», sagt Stadtpräsident André Kirchhofer: «Unser Ziel beziehungsweise der Auftrag ist, die interne Koordination, die Priorisierung und Steuerung der Tätigkeiten, die Prozesse sowie die Kundenorientierung massgeblich zu verbessern.»
Die GL Bau ist ein Entscheid- und Koordinationsgremium auf operativer Ebene – keine neue Hierarchiestufe. Die strategische Verantwortung verbleibt bei den Stadträten Andreas Rüegger (Ressort Hochbau) und Robert Weishaupt (Ressort Tiefbau) als Ressortvorsteher.
Stadtentwicklung rückt näher zum Bau
Eine zweite Neuerung betrifft die organisatorische Einbettung der Stadtentwicklung. Bisher war sie im Ressort Präsidiales eingegliedert. Neu ist sie im Ressort Hochbau direkt Stadtrat Andreas Rüegger unterstellt und somit fester Bestandteil der Bauverwaltung – jedoch als eigenständige Abteilung.
Damit fallen Schnittstellen weg, und die enorm wichtige Koordination aller Themen rund um Bau, Stadtentwicklung sowie Raum- und Verkehrsplanung kann besser gewährleistet werden.
An der grundlegenden Organisation der beiden Bereiche Hochbau und Tiefbau ändert sich darüber hinaus nichts. Die genauen Zuständigkeiten und Kompetenzen sowie ein Pflichtenheft für die Geschäftsleitung Bau werden aktuell ausgearbeitet.
Schlusspunkt der Organisationsentwicklung
Mit dem Entscheid des Stadtrats kommt ein langjähriger Entwicklungsprozess definitiv zum Abschluss. Die Organisationsentwicklung der Bauverwaltung wurde 2024 sistiert. Seither gab es verschiedene Überlegungen, wie die Bauverwaltung organisiert sein soll.
Ein Neustart erfolgte mit der Ressortverteilung für die laufende Legislaturperiode im Oktober 2025: Der Stadtrat setzte einen Ausschuss mit Stadtpräsident André Kirchhofer (Leitung) sowie mit Lukas Fankhauser, Andreas Rüegger und Robert Weishaupt ein. Ihr Auftrag war, ab Januar möglichst rasch eine tragfähige Lösung zu erarbeiten.
Vom Problem zur Lösung
Umgesetzt wurde das Projekt in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden der Bauverwaltung und aus anderen Bereichen. Das Vorgehen umfasste zunächst eine IST-Analyse: Was läuft gut, wo gibt es Verbesserungspotential? Grundlage waren Einzelinterviews – auch mit Unternehmern und Architekten –, eine Mitarbeitendenumfrage sowie eigene Analysen und Überlegungen.
Anschliessend wurde eine SOLL-Analyse vorgenommen, d. h. die Ziele und Leitprinzipien der neuen Organisation festgelegt und mehrere Organisationsvarianten daraus abgeleitet. Deren Bewertung führte zuletzt zu einer gemeinsamen Empfehlung an den Stadtrat.
André Kirchhofer sagt dazu: «Uns war es wichtig, nicht einfach ein neues Organigramm zu zeichnen, sondern zuerst die tatsächlichen Herausforderungen und Probleme zu kennen und die neue Organisation genau darauf auszurichten.»
Die Arbeit der Projektgruppe beanspruchte insgesamt vier Halbtage plus Vorbereitung, dazu kam der Aufwand der Projektleitung. Externe Unterstützung wurde nicht beigezogen.






