Aargauer Regierung will mehr Geld für Prämienverbilligung 2026

Keystone-SDA Regional
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Aarau,

Im Kanton Aargau soll 2027 für die Verbilligung der Krankenkassenprämien deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen als in diesem Jahr. Die Regierung hat dem Parlament einen Kantonsbeitrag von 206 Millionen Franken beantragt. Das sind 37 Millionen Franken mehr als geplant.

Im Kanton Aargau sind immer mehr Personen auf eine Verbilligung der Krankenkassenprämie angewiesen. Der Regierungsrat rechnet für 2026 mit einem Gesamtbedarf von 525 Millionen Franken...
Im Kanton Aargau sind immer mehr Personen auf eine Verbilligung der Krankenkassenprämie angewiesen. Der Regierungsrat rechnet für 2026 mit einem Gesamtbedarf von 525 Millionen Franken... - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Für das Jahr 2027 wird mit einem Gesamtbedarf von 525 Millionen Franken gerechnet, wie aus der am Freitag veröffentlichten Botschaft des Regierungsrats hervorgeht. Da der voraussichtliche Bundesbeitrag 319 Millionen Franken beträgt, verbleiben 206 Millionen Franken als Kantonsbeitrag. Der Grosse Rat wird über diesen Beitrag entscheiden.

Der Mehrbedarf stützt sich auf eine Prognose der SVA Aargau, die mit einem Bruttoaufwand von 499,2 Millionen Franken rechnet. Im vergangenen Jahr erhielten 199'746 Personen einen Verbilligung der Prämien – fast 10'000 Personen mehr als geplant war. Insgesamt zahlte die SVA Aargau für die Verbilligung 20,8 Millionen Franken mehr aus als erwartet, wie es in der Botschaft heisst.

Die Prämienverbilligung soll Personen, die knapp über dem Existenzminimum leben, sowie Familien des unteren Mittelstands unterstützen. Gemäss Bundesgesetz müssen dabei die Prämien für Kinder in Familien mit mittleren und unteren Einkommen um mindestens 80 Prozent und für junge Erwachsene in Ausbildung um mindestens 50 Prozent verbilligt werden.

Allerdings gab es 2025 wie bereits im Vorjahr hohe Rückforderungen. Diese betragen 27,3 Millionen Franken und basieren hauptsächlich auf Rückforderungen aus den Vorjahren 2022 bis 2024.

Der um 7,2 Millionen Franken höher als angenommen ausgefallene Bundesbeitrag von 288 Millionen Franken sowie die Rückforderungen von 27,3 Millionen Franken führten 2025 unter dem Strich zu einer Budgetunterschreitung.

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