Kanton Solothurn kämpft mit Kontrollen gegen Strukturkriminalität

Solothurner Behörden haben im Kampf gegen die Strukturkriminalität im ersten Halbjahr neun Betriebe geschlossen und eine Tonne Fleisch beschlagnahmt. Bei 22 Kontrollen wurden laut Behördenangaben 60 Betriebe und 229 Personen unter die Lupe genommen.

Die Behörden verzeigten bei diesen Verbundskontrollen 20 Personen, hauptsächlich wegen Verstössen gegen das Wirtschafts- und Arbeitsgesetz sowie den Passivraucherschutz, wie die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mitteilte. Zudem spürten die Einsatzkräfte sieben zur Fahndung ausgeschriebene Personen auf.
Bei den insgesamt 22 umfangreichen Einsätzen stellten die Behörden nach eigenen Angaben diverses Material sicher. Sie konfiszierten eine Tonne Fleisch, 160 Gramm Haschisch, 10 Gramm Kokain und sechs E-Scooter. Auch zwei Pokertische inklusive Zubehör und einen Geldspielautomaten zogen die Ermittler ein.
Laut Mitteilung der Staatskanzlei umfasst der Begriff Strukturkriminalität organisierte und systematische Gesetzesverstösse wie Menschenhandel, Schwarzarbeit oder Geldwäscherei.
Der Regierungsrat bekämpft diese Entwicklung priorisiert und hat das Thema als übergeordneten Schwerpunkt im Legislaturplan verankert. Um die illegalen Tätigkeiten aufzudecken, überprüften die Beamten gezielt diverse Branchen, darunter Restaurants, Barbershops, das Rotlichtmilieu und Dönerfleischproduktionen.
Eine Anfang 2026 neu geschaffene «Fachstelle Spezialgewerbe» der Kantonspolizei leitete die koordinierten Einsätze. Kantonale und eidgenössische Ämter hätten die Fachstelle unterstützt. Dazu gehörten das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, das Amt für Umwelt sowie die Solothurnische Gebäudeversicherung. Die Behörden erachten das Instrument als wirkungsvoll und planen nach eigenen Angaben weitere Kontrollen.





