Solothurner Regierung verbietet Wasserentnahme komplett

Die Solothurner Regierung hat die landwirtschaftliche Wasserentnahme aus der Dünnern nun auch verboten. Denn der Wasserpegel des Flusses sei wegen der Trockenheit kontinuierlich gesunken und liege nun deutlich unter der Mindestrestwassermenge.

Der Kanton beurteilte die Situation an der Dünnern in einer am Dienstag verschickten Medienmitteilung als «besonders angespannt». Auf absehbare Zeit seien keine relevanten Niederschlagsmengen, aber nach wie vor hohe Temperaturen zu erwarten, womit sich die Situation weiter verschärfen werde.
Das Verbot gelte auch für die mit den Dünnern verbundenen Bäche Mümliswilerbach, Mittelgäubach und Chrebskanal. Erst wenn sich der Wasserstand und die Wassertemperatur nachhaltig verbessert hätten, könne der Kanton das Verbot der Wasserentnahme aufheben, hiess es in der Medienmitteilung weiter.
In den kleineren und mittleren Fliessgewässern im Kanton Solothurn habe die anhaltende Trockenheit zu einer kritischen Erwärmung und aussergewöhnlich tiefen Wasserständen geführt. Diese Verschlechterung der Lebensbedingungen belaste Wassertiere – insbesondere Fische – stark. Deswegen hatte der Regierungsrat bereits am 8. Juli alle nicht landwirtschaftlichen Wasserentnahmen mit Ausnahme der Aare verboten.






