FC Aarau – Iacopetta: «Es kommt schwieriger Match auf uns zu»

Mischi Wettstein
Mischi Wettstein, Simon Binz

Aarau,

Der Trainer des FC Aarau, Brunello Iacopetta, schwelgt nach dem Last-Minute-Sieg in Vaduz in Emotionen. Beim Gegner ist die Enttäuschung gross.

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Aarau-Trainer Brunello Iacopetta nach dem 2:1 über Vaduz. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Aarau-Iacopetta schwärmt nach dem Last-Minute-Sieg in Vaduz von «unglaublichen Emotionen».
  • Vaduz-Trainer Schneider hadert: «Du darfst dieses Spiel nicht verlieren.»
  • Präsident Burgmeier nennt die Niederlage bitter, glaubt aber weiter an den Aufstieg.

Es war der späte Knockout im Spitzenkampf: Mit dem 2:1-Siegtreffer in der 94. Minute hat sich der FC Aarau am Montagabend an die Tabellenspitze der Challenge League geschoben. Nach Abpfiff sprach Aarau-Trainer Brunello Iacopetta gegenüber Nau.ch sichtlich gerührt von einem unvergesslichen Moment.

«Das Ende war überragend. Ich glaube, es gibt nichts Schöneres in so einem wichtigen Spiel», sagte Iacopetta. «Es sind unglaubliche Emotionen. Ich freue mich unglaublich für die Mannschaft, für den Verein, für unsere Fans.»

Schafft der FC Aarau am Freitag den direkten Aufstieg?

In der ersten Halbzeit habe man bei beiden Teams eine gewisse Nervosität gespürt, was in einem Spitzenspiel auch normal sei. In der Pause habe er angesprochen, was es zu verbessern gelte.

«Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen.» Vaduz habe zwar die eine oder andere Chance gehabt. Doch der FC Aarau hätte sich mit Mentalität und Spirit seine eigenen Möglichkeiten erarbeitet, gar zwei Aluminiumtreffer verbucht. «Und dann mit allerletzter Willensleistung haben wir es zum Schluss noch geschafft.»

«Müssen uns auf unseren Job fokussieren»

Mit dem Sieg hat der FCA den Aufstieg in die Super League in den eigenen Füssen. Am Freitag empfängt das Team Yverdon zum letzten Spiel der Saison. Iacopetta warnt jedoch vor zu viel Euphorie.

«Wir wissen, dass am Freitag noch ein unglaublich schwieriger Match auf uns zukommt. Der letztjährige Absteiger der Super League hat unglaublich viel Qualität im Kader.»

FC Aarau
Die Spieler des FC Aarau freuen sich über den wichtigen Sieg in Vaduz. - Keystone

Der Aarau-Trainer zollte auch dem Gegner Respekt. «Vaduz spielt diese Saison enorm stark, das darf man nicht vergessen. Beide Mannschaften machen eine unglaubliche Saison. Deshalb war dieser Sieg umso schwieriger.»

Im Fussball könne immer alles passieren. «Deshalb müssen wir uns auf unseren Job fokussieren.»

Schneider: «Du darfst dieses Spiel nicht verlieren»

Auf der anderen Seite überwog die Frustration. Vaduz-Trainer Marc Schneider haderte mit dem späten Gegentor. «Am Schluss darfst du dieses Spiel nicht verlieren, und wir haben es mit der letzten Aktion aus der Hand gegeben.»

In der zweiten Hälfte sei seine Mannschaft zu wenig ballsicher gewesen. «Wir haben den Ball nicht mehr in unseren Reihen halten können. Zumindest nicht so, wie wir uns das vorstellen und wie wir das vor allem in der ersten Hälfte gemacht haben.»

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Vaduz-Trainer Marc Schneider im Interview nach dem Spitzenspiel. - Nau.ch

Die Stärken des FC Aarau seien bekannt gewesen. «Viele lange Bälle, viele zweite Bälle, das haben wir eigentlich gut verteidigt bis zum Schluss.»

Vaduz-Präsident: «Ein bitterer Abend gegen den FC Aarau»

Auch Vaduz-Präsident Patrick Burgmeier rang nach der Niederlage um Fassung. «Es ist ein bitterer Abend, vor allem die Art und Weise der Niederlage. Es ist nicht unverdient, aber es tut weh.» Mit einem Gegentor aus dem Spiel heraus hätte er weniger Mühe gehabt, so Burgmeier.

In der entscheidenden Szene hätte sein Team cleverer sein müssen. «Zumauern kann auch immer gefährlich sein, wenn du zu defensiv stehst, aber in dieser Situation hätten wir cleverer sein müssen.»

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Vaduz-Präsident Patrick Burgmeier nach dem Spiel gegen Aarau. - Nau.ch

Den Glauben an den direkten Aufstieg will der Präsident trotz der Pleite gegen den FC Aarau nicht ganz aufgeben. «Im Fussball gibt es immer alles, die Hoffnung stirbt zuletzt.»

Yverdon werde sich gut aus der Saison verabschieden wollen. «Dass das schon gegessen ist, davon bin ich noch nicht hundertprozentig überzeugt.»

Auf die Frage, ob Vaduz im Fall der Barrage trotzdem aufsteigen würde, lachte Burgmeier nur. «Jetzt spielen wir mal erst in Wil, und dann schauen wir. Ich habe etwa Winterthur noch nicht abgeschrieben.»

Die Ausgangslage

Jetzt hat man es in den eigenen Füssen: Gewinnt der FCA das Heimspiel am Freitag zuhause gegen Yverdon, steigt man direkt in die Super League auf.

Bei einem Remis muss man hoffen, dass Vaduz in Wil nicht gewinnt. Und bei einer Niederlage müssten die Liechtensteiner ebenfalls verlieren.

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