Fricktal

    Jérôme Kym nach Sieg gegen Shelton: «Momentan ist alles surreal»

    Simon Binz
    Simon Binz

    Fricktal,

    Der Aargauer Jérôme Kym (23) kann seinen Sieg an den Swiss Indoors gegen den Turnierfavoriten Ben Shelton (ATP 4) kaum fassen.

    Jérôme Kym
    Jérôme Kym sagt im Platzinterview nach seinem Sensationssieg gegen Ben Shelton: «Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll.« - Screenshot/SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jérôme Kym bezeichnet seinen Sieg gegen Shelton bei den Swiss Indoors als «surreal».
    • Bei 5:6 im dritten Satz nahm sich Kym vor, jeden Punkt laut zu bejubeln.
    • Der Aargauer lobt die Stimmung in Basel: «Das Joggeli bebt, wenn es voll ist.»

    Jérôme Kym (ATP 222) hat seinen Coup gegen Ben Shelton unmittelbar nach dem Match noch nicht richtig einordnen können. Der Aargauer hatte an den Swiss Indoors in Basel die Weltnummer 4 im Achtelfinal 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (7:1) bezwungen. Der Match endete kurz nach Mitternacht.

    Kann Kym das Turnier in Basel gewinnen?

    Nach dem Spiel sagte er beim Platzinterview: «Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein Riesen-Match von uns beiden. Ich bin happy, dass ich dieses Spiel gewinnen konnte.»

    Den Sieg analysierte er zunächst ganz nüchtern. Man merkte, dass er sich noch nicht so richtig bewusst war, was er gerade geleistet hatte.

    «Weiss nicht, wie ich das überlebt habe»

    Kurz darauf sprach Jérôme Kym mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und hatte immer noch Mühe, den Coup einzuordnen. Besonders der Schluss des dritten Satzes beschäftigt ihn.

    Kym führte dort bereits 5:2 und hatte bis dahin keinen Aufschlag abgegeben. Dann verlor er vier Games in Folge. «Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich das bei 5:6 überlebt habe», sagt er.

    Er habe sich damals etwas vorgenommen, erzählt Jérôme Kym. Jeden gewonnenen Punkt wollte er laut bejubeln, um das Momentum wieder auf seine Seite zu ziehen. Der Plan ging auf.

    «Ich habe nie aufgegeben», sagt Jérôme Kym. «Aber wie genau ich das geschafft habe, kann ich auch nicht sagen. Momentan ist alles surreal.»

    An den Sieg gegen Shelton habe er aber geglaubt: «Ich habe wirklich daran geglaubt, dass ich ihn schlagen kann.»

    Zum Gegner sagt Kym: «Es war wirklich schwierig. Er ist die Nummer 4 der Welt.» Er habe versucht, sein bestes Tennis zu spielen und sich Chancen zu erarbeiten.

    Jérôme Kym: «Das Joggeli bebt, wenn es voll ist«

    Viel Lob hat er für die Atmosphäre. Trotz später Stunde und nicht mehr ganz vollen Rängen sei die Stimmung elektrisierend gewesen. «Es war mega», sagt der Fast-Basler. «Das Joggeli bebt, wenn es voll ist, das ist immer extrem hier.»

    Ob es sein grösster Erfolg sei, will er nicht einfach bejahen. Kym zögert und sagt dann: «Das US Open war auch nicht schlecht.» Dort hatte er sich 2025 als Qualifikant in die 3. Runde gespielt.

    Swiss Indoors Jérôme Kym
    Der US-Amerikaner Ben Shelton ist bei den Swiss Indoors raus. Die Weltnummer 4 hat gegen Jérôme Kym verloren. - keystone

    Mit dem Sieg ist Kym der letzte verbliebene Schweizer im Turnier. Im Viertelfinal trifft er am Freitag auf den Tschechen Jiří Lehecka. Dieser hatte zuvor die Karriere von Stan Wawrinka beendet.

    Kommentare

    User #1643 (nicht angemeldet)

    Er hat super gespielt. Hoffentlich reicht es noch eine Runde weiter.

    User #8488 (nicht angemeldet)

    Er kann gegen Joko gewinnen. Er ist Jung und Joko alt.

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