Gesundheit Aargau: Erste Warnsignale und richtig trinken «lernen»

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Aarau,

Dehydration beginnt oft unbemerkt. Wer die ersten Warnsignale kennt und regelmässig trinkt, schützt seinen Kreislauf, seine Konzentration und sein Wohlbefinden.

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Wasser ist wichtig, damit wir nicht dehydrieren. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Müdigkeit, Durst und dunkler Urin sind oft die ersten Anzeichen einer Dehydration.
  • Besonders bei Hitze und im Alter ist regelmässiges Trinken wichtig.
  • Ältere Menschen sollten besonders auf ihren Wasserhaushalt achten.

Bei Dehydration denken viele zuerst an grosse Hitze, viel Sport oder lange Wanderungen. Doch Flüssigkeitsmangel entsteht oft im Alltag. Genau dann, wenn wir im Stress sind und es nicht merken.

Ein stressiger Morgen im Büro, Gartenarbeit ohne Trinkpause oder ein Infekt mit Fieber können schon reichen. Dann verliert der Körper mehr Flüssigkeit, als man merkt. Deshalb ist es wichtig, frühe Warnsignale wie Durst, Müdigkeit oder Kopfschmerzen ernst zu nehmen.

Besonders achtsam sollten ältere Menschen sein. Das natürliche Durstgefühl lässt mit den Jahren nach.

Wasser: Täglich mindestens ein bis zwei Liter

Eigentlich ist unser Körper ein echtes Wunderwerk, aber ohne Wasser läuft bei ihm so gut wie gar nichts. Wasser reguliert unsere Betriebstemperatur, bringt Nährstoffe dorthin, wo sie gebraucht werden, und sorgt dafür, dass Abfallstoffe effizient «rausgespült» werden.

Trinken Sie genug Wasser pro Tag?

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa ein bis zwei Liter zu trinken, am besten ohne Zucker. Hahnenwasser, Mineralwasser oder ein feiner Kräuter- und Früchtetee sind hier die absoluten Favoriten.

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Wir sollten täglich mehrere Liter Wasser trinken, besonders bei hohen Temperaturen. - Depositphotos

Wenn man zu wenig getrunken hat, lässt die Konzentration nach oder man bekommt Kopfschmerzen. Das liegt daran, dass auch der Blutdruck und die Verdauung direkt an der Flüssigkeitsmenge hängen, die wir intus haben. Fast jeder hatte sicher schon so einen Moment, man sitzt vor dem Computer und der Kopf dröhnt.

Dann fällt einem ein: «Oh, ich habe viel zu wenig getrunken.» Oft ist es dann aber schon zu spät, ein «Nachtrinken» funktioniert nicht sofort und lässt die Kopfschmerzen nicht schneller verschwinden.

Und was ist mit Kaffee?

Gute Nachrichten für alle Kaffeefreunde! Der morgendliche Kaffee oder die Tasse Schwarztee zählen durchaus dazu. Man sollte es wegen des Koffeins nur nicht masslos übertreiben. Wer seine Flüssigkeitszufuhr nur durch Kaffee ausgleicht, wird früher oder später Probleme bekommen.

Dehydration kommt selten mit dem Paukenschlag. Meistens beginnt es damit, dass wir uns plötzlich müde, gereizt oder unkonzentriert fühlen. Oft gesellen sich Kopfschmerzen, ein trockener Mund oder ein leichtes Durstgefühl dazu.

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Gesundheit Aargau: Wer zu wenig trinkt, bekommt oft Kopfschmerzen. - Depositphotos

Ein simpler Blick in die Toilette hilft bei der Kontrolle. Dunkler Urin ist ein deutliches Zeichen für einen Mangel.

Auch seltener Harndrang, Schwindel beim schnellen Aufstehen oder spröde Lippen sind Hilferufe des Körpers. Bei älteren Menschen zeigt sich der Mangel oft tückischer. Sie wirken plötzlich verwirrt, etwas unsicher auf den Beinen oder ungewöhnlich schläfrig.

Wer Familie und Bekannte hat, sollte hier besonders aufpassen. Sich ans Trinken zu erinnern, kann hier im wahrsten Sinne Leben retten.

Wann es gefährlich wird

Leichten Mangel bügelt man mit ein paar Gläsern Wasser meist schnell wieder aus. Kritisch wird es jedoch, wenn Symptome wie Herzrasen, starke Schwäche oder stehende Hautfalten auftauchen.

Besonders vorsichtig muss man bei Säuglingen, Kleinkindern und Senioren sein. Bei Durchfall oder Erbrechen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Salze.

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Säuglinge und Kinder können ihren Wasserhaushalt noch nicht selbständig regeln, hier ist Obacht geboten. - Depositphotos

Hier reicht reines Wasser oft nicht mehr aus. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt in aktuellen Unterlagen zu Hitzewellen von 2025 ausdrücklich vor den gesundheitlichen Risiken. Gerade für Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch für völlig Gesunde, die das Trinken schlicht vergessen.

Warum Senioren besonders im Fokus stehen

Mit dem Alter verändert sich unser Körper: Der Wasseranteil sinkt, die Nieren arbeiten anders und das Durstgefühl meldet sich oft viel zu spät.

Laut Bundesamt für Statistik lebten 2025 in der Schweiz über 1,8 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Das Thema betrifft also einen riesigen Teil unserer Gesellschaft.

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Dehydration ist bei Senioren häufig ein Problem, da sie oft vergessen zu trinken. - Depositphotos

Angehörige sollten deshalb aufmerksam bleiben. Im Zweifel gilt immer: Lieber einmal zu viel medizinischen Rat einholen.

Gesundheit Aargau: Eine Frage der Gewohnheit

Die meisten Menschen trinken nicht aus Ignoranz zu wenig, sondern weil sie es im Trubel vergessen. Dann müssen einige Tricks her, damit getrunken wird.

Ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen und zu jeder Mahlzeit. Stellen Sie sich ausserdem eine Karaffe oder eine schöne Trinkflasche direkt ins Blickfeld.

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Ein Glas Wasser direkt am Morgen bringt den Körper in Gang. - Depositphotos

Wer pures Wasser langweilig findet, kann mit Minze, Zitronenscheiben oder ungesüsstem Tee nachhelfen. Süssgetränke sollten wegen des hohen Zuckergehalts eher die Ausnahme bleiben.

Trinken bei Hitze, Sport und Krankheit

Wer draussen arbeitet oder Sport treibt, sollte trinken, bevor der grosse Durst kommt. Alkohol ist bei Hitze ein schlechter Begleiter. Er entzieht dem Körper zusätzlich Wasser und belastet den Kreislauf.

Auch «Wetttrinken» von riesigen Mengen in kürzester Zeit ist nicht gesund. Lieber verteilt, jede Stunde etwas Wasser, ist besser als einmal direkt grosse Mengen.

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