Brugg AG: Alk-Verbot am Bahnhof fällt

Das schweizweit beachtete Alkoholverbot rund um den Bahnhof Brugg AG wird aufgehoben. Die Behörden sehen die Lage als stabil an.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Alkoholverbot rund um Bahnhof Brugg AG wird per Ende März aufgehoben.
- Die Behörden melden eine stabile Lage nach Monaten mit verstärkter Polizeipräsenz.
- Videoüberwachung und Gassenarbeit sollen die Sicherheit nun weiter verbessern.
Seit dem Sommer 2025 galt rund um den Bahnhof Brugg AG eine suchtmittelfreie Zone. Nun ist klar: Das Alkoholverbot läuft Ende März 2026 aus und wird nicht verlängert. Dies teilen der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Windisch gemeinsam mit der Regionalpolizei mit. Darüber berichtet die «Aargauer Zeitung».
Eingeführt wurde die Massnahme am 22. August 2025 nach mehreren sicherheitsrelevanten Vorfällen. Betroffen waren der Neumarktplatz, der Busbahnhof Süd sowie der Campusplatz in Windisch. Ziel war es, Gewalt im öffentlichen Raum zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.
Neben dem Alkoholverbot verstärkten die Behörden die Polizeipräsenz deutlich. Zusätzlich wurde ein Aussenbüro der Regionalpolizei im Zentrum von Brugg eingerichtet. Passantinnen und Passanten wurden mit Plakaten auf die suchtmittelfreien Zonen hingewiesen.
Lage hat sich in Brugg «merklich entspannt»
Zunächst galt das Verbot bis Ende Oktober 2025. Danach wurde es bis zum 31. März 2026 verlängert. Nun sehen die Behörden keinen Bedarf mehr für eine weitere Ausdehnung.
Seit Einführung der Massnahmen habe sich die Lage «merklich entspannt», heisst es. Die Situation rund um den Bahnhof sei mit den regulären Mitteln der Polizei kontrollierbar.

Künftig soll eine flächendeckende Videoüberwachung im öffentlichen Raum zusätzliche Sicherheit bringen. Diese werde die Einsatzkräfte weiter unterstützen, so die Behörden.
Stadt und Gemeinde wollen Entwicklung beobachten
Trotz Aufhebung des Verbots wollen Stadt und Gemeinde die Entwicklung weiterhin genau beobachten. Bei Bedarf könnten erneut Massnahmen ergriffen werden.
Parallel dazu laufen weitere Projekte zur Verbesserung der Situation. So wurde Ende März eine temporäre Gassenküche unter der Kirche St. Nikolaus in Brugg gestartet. Zudem leisten Mitarbeitende von Hope weiterhin aufsuchende Gassenarbeit.

Nach der Einführung der Massnahmen hatten viele Gewerbetreibende und Teile der Bevölkerung das Alkoholverbot begrüsst. Verstösse gab es nur wenige. Laut Behörden wurden lediglich einzelne Bussen von 50 Franken ausgesprochen.
Mit der Aufhebung endet nun eine Massnahme, die weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.









