Gösgen-Ausfall immer teurer – Strom muss importiert werden

Seit Mai 2025 steht das Atomkraftwerk Gösgen still, Teile der Anlage müssen nachgerüstet werden. Das wirkt sich deutlich auf den teuren Stromimport aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Mai 2025 wurde das Atomkraftwerk Gösgen im Rahmen einer Revision heruntergefahren.
- Seither steht das AKW still, der erhebliche Beitrag zur Stromproduktion fällt aus.
- Deshalb muss seit Monaten teuer Strom aus dem Ausland importiert werden.
24. Mai 2025: Das Atomkraftwerk Gösgen in Däniken SO wird heruntergefahren. Im Rahmen der jährlichen Revision wird Optimierungsbedarf festgestellt. Gewisse Teile der Anlage müssen nachgerüstet werden.
Die ursprünglich auf Februar 2026 angesetzte Fertigstellung verzögert sich nun weiter. Laut SRF soll das AKW erst am 21. März wieder anfahren können.
Grund dafür sind die verbindlichen Richtlinien, die das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) definiert hat.
Die Betreiber des Kraftwerks müssten zuerst nachweisen, dass die Sicherheitssysteme für eine sichere Beherrschung ausgelegt seien. Erst wenn das ENSI diese Nachweise akzeptiert, darf das Kraftwerk wieder ans Netz gehen.
AKW produziert 13 Prozent des Schweizer Stroms
Damit bleibt ein bedeutender Teil der inländischen Stromproduktion vorerst aus. Im Normalbetrieb liefert Gösgen rund 13 Prozent des Schweizer Stroms.
Es ist ein erheblicher Beitrag zur Stromproduktion, der nun während des mehrmonatigen Stillstands ausfällt.
Für die Schweiz hat das Konsequenzen. Während die Stromexporte verhältnismässig geringer ausfallen, muss weiterhin deutlich mehr importiert werden.
Jeder Tag kostet Besitzer zwei bis drei Millionen
Für die Eigentümer bedeutet der Stillstand erhebliche finanzielle Einbussen. Zu ihnen zählen unter anderem die beiden grossen Energiekonzerne Alpiq und Axpo. Aber auch die Stadt Zürich, die Centralschweizer Kraftwerke AG sowie Energie Wasser Bern.
Amédée Murisier, Verwaltungsratspräsident des Kernkraftwerks Gösgen-Däniken, sagt gegenüber SRF: «Ein Tag, an welchem Gösgen nicht läuft, kostet zwei bis drei Millionen Franken an fehlendem Strom.»
Für alle Eigentümer würden sich die Kosten mittlerweile auf eine halbe Milliarde Franken belaufen.
Für die Konsumentinnen und Konsumenten entstehen dadurch jedoch keine direkten Mehrkosten. Die Eigentümer müssen die finanziellen Folgen selbst tragen.














