Gasparik-Gala: SV Wiler-Ersigen stürmt in den Halbfinal

SV Wiler-Ersigen
SV Wiler-Ersigen

Solothurn,

Mit einem 11:1-Sieg gegen GC Unihockey zieht der SV Wiler-Ersigen souverän in den Halbfinal ein. Rony Gasparik führt sein Team zum Kantersieg.

Torjubel beim SV Wiler-Ersigen.
SV Wiler-Ersigen zieht mit Gasparik-Show souverän ins Halbfinale. - SV Wiler-Ersigen

Wie der SV Wiler-Ersigen berichtet, glückt dem Team mit einem klaren 11:1-Sieg im fünften Spiel der Playoff-Viertelfinal gegen GC Unihockey die Revanche für das Ausscheiden im Vorjahr und schickt nun seinerseits die Zürcher in die «Unihockey-Ferien.»

Der Mann des Spiels beim Heimteam war der Slowake Rony Gasparik mit sieben Scorerpunkten. Für den Rekordmeister geht es weiter mit der Halbfinalserie gegen den HC Rychenberg Winterthur, der die Tigers Langnau gleich mit 4:0 abfertigte.

Der Auftakt erfolgt mit zwei Heimspielen rund um das Osterwochenende (erstes Spiel in Kirchberg, Sa. 4. April 17 Uhr).

SVWE entscheidet Spiel früh – GC bleibt chancenlos

Was würde GC nach drei Niederlagen in Serie und damit unmittelbar vor dem Saisonende noch auspacken können? Dies die Schlüsselfrage vor dem fünften Viertelfinal-Duell. Nun, die Zürcher versuchten alles, nominierten nochmals alle arrivierten Schlüsselspieler, obwohl sie nur teilweise fit gewesen sein dürften.

Zudem schickten sie ein Video ein, vorauf Gianluca Persici (SVWE-best-Player der beiden Partien in Zürich) vorsorglich gesperrt wurde. Nun, genützt hat dies alles nichts mehr. Bereits nach dem Startdrittel und einem 4:0 war die Messe gelesen.

GC hatte nicht die spielerischen Mittel den SVWE nochmals in Bedrängnis zu bringen und es fehlte auch die Energie und Intensität. Man liess den Gegner gewähren und verteidigte den eigenen Slot nur mässig. Bezeichnend auch, dass es in einem Spiel der «letzten» Chance erst in der 45. Minute die erste Strafe absetzte, dies kurz nach dem sechsten Gegentreffer und in die Kategorie «Frustfoul» einzuordnen

Der Känzig-Boost für dritte Formation

16 lange Monate musste Deny Känzig nach seinem Kreuzbandriss auf sein Comeback warten, nachdem er auf dem Weg zurück einen Rückschlag erlitten hatte und ein zweites Mal unters Messer musste.

Den beste SVWE-Playoff-Scorer der Gegenwart hatte der Rekordmeister vor allem im Vorjahr schmerzlich vermisst. Nun ist Känzig seit rund sechs Wochen zurück und hat in drei Quali-Spielen und fünf Playoff-Partien ziemlich schnell seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt.

In den ersten vier Partien brauchte Känzig verständlicherweise noch etwas Anlaufzeit. Nicht verwunderlich, wenn man weiss, wie sehr eine so schlimme Verletzung einen Spieler normalerweise zurückwirft.

Känzig verleiht Gasparik-Linie neuen Schwung

Die Känzig-spezifische Lockerheit hat dem Rekordschützen in der Superfinal-Geschichte sicherlich geholfen, so schnell zurückzufinden. Und das mittlerweile 30 jährige Eigengewächs hat dem dritten SVWE-Block einen enormen Boost verliehen.

Endlich hat Spektakel-Spieler Gasparik einen Linienspieler, der genau die Fähigkeiten mitbringt, welche Gasparik sucht. Känzig sucht bei Breaks immer den direkten Weg zum Tor, bei Ballbesitzphasen positioniert er sich immer geschickt und bleibt anspielbar, dank seinem Gespür für die freien Räume.

Im Vorjahr hatte man für Gasparik, der erst im Januar als Ersatz für Salo zum SVWE stiess, nie die richtig Rolle gefunden, obschon der Slowake schon da seine Klasse aufblitzen liess.

Känzig-Linie sticht Topformation klar aus

Und so steht nach der Viertelfinalserie nicht etwas die erste Formation um die zwei schwedischen Legionäre Galante/Persson und drei nati-erprobten Schweizern mit der besten Bilanz da, sondern eben die Känzig-Linie mit den erfahrenen und zuverlässigen Defensivarbeitern Hollenstein und Laubscher und Center Döbeli, bei dem es sich auszahlt, dass er erstmals das volle Vertrauen des Trainerstaffs spürt.

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