Kanton Solothurn: Trockenheit erhöht Gefahr von Astabbrüchen im Wald

Staatskanzlei Kanton Solothurn
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Solothurn,

In den Wäldern im Kanton Solothurn können wegen der Trockenheit jederzeit Äste und ganze Baumkronen abbrechen. Der Kanton warnt vor Waldbesuchen bei Wind.

Kanton Solothurn
Der Wald bei Laupersdorf zeigt sichtbare Trockenheitsschäden. - zVg

Die seit Monaten anhaltende Hitze und die Trockenheit belasten die Wälder im Kanton Solothurn massiv. Trotz Niederschlägen in den letzten Tagen besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko, dass Äste abbrechen und zu Boden fallen. Beim Waldaufenthalt ist daher Vorsicht geboten.

Der Wald ist ein wertvoller Naturraum und bleibt auch in dieser Zeit ein wichtiger Ort der Erholung. Wer den Wald betritt, bewegt sich allerdings auf eigene Verantwortung und muss sich der waldtypischen Gefahren bewusst sein. Die Trockenheit erhöht die Gefahr von sogenannten spontanen Astabbrüchen massiv – trotz Niederschlägen in den vergangenen Tagen.

Auch bei scheinbar intakten Bäumen können sich durch Trockenheitsschäden Äste lösen und unvermittelt zu Boden fallen. Es können sogar ganze Baumkronen abbrechen. Die Empfehlung ist daher klar: Aufenthalte unter geschädigten Baumkronen und Waldbesuche bei windigem Wetter sind zu vermeiden.

Für Waldkindergärten sowie für Schulen und Kitas, die regelmässig im Wald unterwegs sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung mit dem örtlichen Forstdienst. Dieser schätzt das Risiko vor Ort ein, kann von einem Waldbesuch abraten oder geeignete Massnahmen treffen.

Appell an die Forstwirtschaft: Mit Bedacht handeln

Viele Bäume – insbesondere Buchen – weisen derzeit Trockenheitsschäden auf. Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern sowie Försterinnen und Förstern wird deshalb empfohlen, bei der Bewirtschaftung nicht überhastet zu reagieren. Es ist wichtig, den Zustand des Waldes genau zu beobachten und Massnahmen situativ und überlegt zu planen.

Durch grosse Lücken im Wald gelangt die Hitze direkt auf den Waldboden und kann zu noch stärkerer Austrocknung führen.

Es hat zwar in den vergangenen Tagen geregnet. Diese Niederschläge reichen jedoch bei Weitem nicht aus, um das über die letzten Wochen entstandene Wasserdefizit in den Böden auszugleichen. Die bereits eingetretenen Schäden an den Bäumen sind nicht reversibel und werden die Wälder im Kanton Solothurn in den nächsten Jahren weiter prägen.

Das zuständige Amt für Wald, Jagd und Fischerei, die Försterinnen und Förster sowie die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer werden die Entwicklung der Lage weiterhin eng verfolgen und bei Bedarf zusätzliche Massnahmen planen und kommunizieren.

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