Fall Ramiswil: 21 Hunde mussten grundlos sterben

    Keystone-SDA
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    Thal-Gäu,

    Eine externe Untersuchung des Tierschutzfalls von Ramiswil SO ist publik geworden. Sie zeigt: Der Kanton und das Veterinäramt haben Fehler begangen.

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    Auf diesem Hof in Ramiswil SO ereignete sich der Hunde-Horror. - Screenshot Google Maps

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auf einem Bauernhof in Ramiswil wurden über lange Zeit Tiere gequält.
    • Nun wurde ein externer Untersuchungsbericht publik.
    • Er zeigt: Die vernachlässigten Hunde hätten nicht alle getötet werden müssen.

    Eine externe Untersuchung des Tierschutzfalls von Ramiswil SO hat ein mangelndes Risikobewusstsein bei den Behörden festgestellt.

    Der Veterinärdienst hat demnach auch zu viel auf Administration gesetzt.

    Die Solothurner Regierungsrätin Sibylle Jeker (SVP) stellte am Freitag die Ergebnisse der bei einer Anwaltskanzlei in Auftrag gegebenen Untersuchung vor. Ein Fall Ramiswil darf sich laut Jeker sich nicht mehr wiederholen.

    Haben die Behörden im Fall Ramiswil versagt?

    Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Eskalation auf dem Hof nicht auf einen einzelnen Fehlentscheid zurückzuführen sei. Auch nicht auf ein punktuelles Versagen.

    Gründe waren laut Bericht zu viel Administration beim Vollzug, zu wenig Risikobewusstsein und zu viel Vertrauen in die Tierhalterin. Besonders bei den Hunden seien die rassenspezifischen Risiken zu lange unterschätzt worden. Dem Veterinärdienst attestiert der Bericht ein professionelles Handeln.

    Hunde hätten nicht eingeschläft werden müssen

    Der Veterinärdienst beschlagnahmte auf dem Hof am 6. November 122 verwahrloste Hunde. Die Hunde, darunter auch Welpen, wurden wegen ihres schlechten Gesundheitszustands vor Ort eingeschläfert.

    Der Bericht kommt zum Schluss, dass es richtig war, 99 der 122 Hunde einzuschläfern. Diese 99 Tiere waren klar als Herdenschutzhunde identifizierbar.

    Ramiswil
    Im Bild: Der Quälhof von Ramiswil. Es ist zugleich ein Bio-Hof. - SRF

    Realistische Alternativen hätten gefehlt, die Hunde hätten weder platziert noch als Schutzhunde eingesetzt werden können. Zudem hätten erhebliche Tierschutz- und Sicherheitsrisiken bestanden.

    Brisant: Bei den übrigen 23 Hunden hingegen sei keine genügend differenzierte Triage vorgenommen worden; hier sei die Euthanasie nicht zwingend alternativlos gewesen. Ausser bei zwei Hunden, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes ebenfalls hätten eingeschläfert werden müssen.

    Ramiswil
    Die Pferde vom Ramiswil-Quälhof wurden im November 2025 versteigert. - keystone

    Die Behörden beschlagnahmten auch 43 Pferde und zwei Ziegen. Im Auftrag des Kantons wurden 32 Pferde, davon 12 Fohlen, im November in Schönbühl BE versteigert. Gegen die offenbar überforderte 57-jährige Tierhalterin von Ramiswil läuft eine Strafuntersuchung.

    Kommentare

    User #2744 (nicht angemeldet)

    so bringt sich der tierschutz ins gerede - ist etwas billig

    User #5544 (nicht angemeldet)

    Die Dame die den Bauernhof bewirtschaftete hatte Promi Status da wird halt ghöbelet hinten und vorne den Kleinbauern schneit 2 bis 3 mal Kontrolle in den Stall wehe Huenerstängeli ist zu kurz od zu lang da wird genau hingeschaut

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