Aarau – Christoph Müller (SVP): Nein zum Baurechtsvertrag Telli

Christoph Müller
Christoph Müller

Aarau,

SVP-Einwohnerrat Christoph Müller fordert die Aarauer Ortsbürger auf, am 8. März 2026 die «Vereinbarung Nr. 2» zum Landabtausch abzulehnen. Ein Gastbeitrag.

Müller SVP Aarau
Christoph Müller ist Einwohnerrat für die SVP in Aarau. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 8. März 2026 stimmt Aarau über die «Vereinbarung Nr. 2» bezüglich Landabtausch ab.
  • SVP-Einwohnerrat Christoph Müller sagt deutlich Nein bei dieser «Jahrhundertabstimmung».
  • Statt sich für die Nachbargemeinden zu opfern, solle Aarau eine Korrektur erzwingen.

Die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) beschult Kinder aus den Gemeinden Aarau und Buchs – müsste man meinen. So einfach ist es aber nicht.

Dank verschiedener Schulverträge mit den umliegenden Gemeinden unterrichtet die KSAB auf der Oberstufe nicht nur 900 Schüler, die auf Gemeindegebiet der Schule wohnen (davon 600 in der Stadt Aarau), sondern auch rund 425 «auswärtige».

Dies führt mitunter zu absurden Situationen, wie kürzlich den Medien zu entnehmen war: Die Gemeinde Küttigen, welche ihre Oberstufenschüler durch die KSAB beschulen lässt, hat den Nutzungsvertrag für das Schulhaus Stock auf Küttiger Boden gekündigt – weil sie es für die eigene Primarschule braucht.

«Und nach mir die Sintflut»

«Und nach mir die Sintflut» scheint das Motto der Verantwortlichen zu sein. Wo die KSAB künftig die mehr als hundert Sek- und Realschüler, die notabene nicht aus Aarau oder Buchs stammen, unterbringt, wird bequem dem Aarauer Steuerzahler überlassen – als wäre Aarau das Auffangbecken überzähliger auswärtiger Schüler.

Dabei wären die Gemeinden Erlinsbach, Küttigen und Biberstein gross genug, um gemeinsam eine vollständige Oberstufe zu führen – in der Grösse übrigens vergleichbar zur Schule Entfelden – und damit auch Verantwortung zu übernehmen.

Aarau Kreisschulen Komitee SVP
Kreisschulen neu gedacht. - 2026 Aarau auf Kurs

Anstatt dies zu hinterfragen, will die Stadt Aarau in vorauseilendem Gehorsam mit einer «Mammut-Schule» in der Telli (vorerst 36 Abteilungen mit 850 Schülern, jedoch ausbaufähig) für den «erforderlichen» Schulraum sorgen.

Dass dieses Schulhaus im Grunde ausschliesslich für andere Gemeinden gebaut wird, verschweigen die Behörden geflissentlich. Der bestehende Schulraum mit den Standorten Zelgli, Schachen, Stäpfli und Buchs würde für die Schüler der KSAB längst ausreichen.

Aarauer tragen alle Lasten

Weiter wäre eine Sanierung oder ein moderner Neubau des Schulhauses Schachen deutlich günstiger zu haben als die für das Oberstufenzentrum veranschlagten 150 bis 200 Millionen Franken – ganz abgesehen von der ökologischen und städtebaulichen Vernunft.

Daran wird auch die Zukunft nichts ändern: Die Geburtenrate sinkt weiterhin, den Schülern in Unterentfelden steht eine örtliche Oberstufe zur Verfügung, und über Landreserven für weiteren Wohnraum verfügt Aarau kaum mehr.

Die Aarauer tragen neben den enormen Baukosten aber auch alle anderen Lasten des geplanten Oberstufen-Projekts: Eine überdimensionierte Schule mit den kaum ausbleibenden sozialen Problemen, Der Verlust der Sportanlagen in der Telli und das zu erwartende Verkehrschaos am Busbahnhof Aarau, wenn Hunderte von Teenagern umsteigen müssen.

Das Projekt droht den Stadtteil Telli und seine Lebensqualität dauerhaft zu verändern – und zwar nicht zum Guten.

Aarau auf Kurs 2026
Kampagnen-Plakate 2026 des überparteilichen Komitees Aarau auf Kurs. - Aarau auf Kurs

Anders als bei Dumas’ Musketieren steht nicht «einer für alle, alle für einen». Aarau opfert sich für die Nachbargemeinden – und bleibt als einsamer Musketier im Regen stehen.

Nein zur Vereinbarung Nr. 2

Wie lange dulden das die Aarauer noch? Am 8. März 2026 können sie an der Urne eine Korrektur erzwingen, indem sie «Nein» sagen zur «Vereinbarung Nr. 2». Ortsbürger sollten den «Baurechtsvertrag Telli» ablehnen.

Stimmst du der «Vereinbarung Nr. 2» zu?

So lässt sich die fehlgeleitete Schulraumplanung mit der Mammut-Schule stoppen, und dann wird ein Dialog mit gleich langen Spiessen, offenem Ausgang und echter Partnerschaft möglich zwischen Aarau und den umliegenden Gemeinden.

Zum Autor

Christoph Müller (*1963) ist Unternehmer, Ortsbürger und Einwohnerrat für die SVP in Aarau. Er ist Mitglied des Kampagnenkomitees «Aarau auf Kurs». Christoph Müller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

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