Gesundheit Aargau: Aktiv bleiben trotz schlechtem Wetter

Regen, Nebel und die frühe Dunkelheit locken uns auf das Sofa. Doch gerade jetzt zahlt sich Bewegung doppelt aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Bewegung stärkt die Stimmung, die Abwehrkräfte und den Schlaf – auch bei Regen und Kälte.
- Schon kurze Einheiten im Alltag reichen aus, um die Empfehlungen des Bundes zu erreichen.
Wenn die Tage kürzer werden, wird auch oft die Motivation für körperliche Aktivität schwächer. Nach Feierabend fehlt ebenfalls oft das Tageslicht. Regen, Wind und eine dichte Wolkendecke machen die Situation nicht angenehmer. Da erscheint ein gemütlicher Abend auf dem Sofa besonders reizvoll.
Bei Dunkelheit produziert der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin. Dadurch stellen sich Müdigkeit und Antriebslosigkeit häufig schneller ein. Gleichzeitig bietet sich hier eine Möglichkeit, gegenzusteuern. Wer trotz fehlender Motivation körperlich aktiv bleibt, kann dem saisonalen Stimmungstief entgegenwirken.
Körperliche Aktivität sorgt für bessere Laune
Sport und Bewegung können die Stimmung auf natürliche Weise verbessern. Während körperlicher Anstrengung setzt der Organismus verschiedene Botenstoffe frei, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Bereits ein flotter Spaziergang von 20 Minuten kann helfen, Gedanken zu ordnen und den Kopf freizubekommen.

Besonders förderlich ist es, sich bei Tageslicht an der frischen Luft aufzuhalten. Auch bei dichter Bewölkung sind die Lichtverhältnisse draussen wesentlich heller als in geschlossenen Räumen. Das natürliche Licht unterstützt den Körper dabei, seinen Tag-Nacht-Rhythmus zu regulieren. Ein kurzer Spaziergang während der Mittagspause verbindet somit gleich zwei positive Effekte.
Hinzu kommt für viele Menschen das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Trotz ungemütlicher Witterung hat man sich aufgerafft und ist aktiv geworden. Dieses Erfolgserlebnis kann zusätzliche Motivation für die verbleibenden Stunden des Tages liefern.
Gesundheit Aargau: Bewegung stärkt Immunsystem und Schlafqualität
Wer sich regelmässig körperlich betätigt, unterstützt damit auch seine körpereigenen Abwehrkräfte. Moderate Bewegung hilft dem Organismus, sich auf die Erkältungssaison vorzubereiten. Entscheidend ist allerdings, die Belastung angemessen zu dosieren.
Besonders intensive Trainingseinheiten bei niedrigen Temperaturen können eine zusätzliche Belastung darstellen. Bei einer Erkältung empfiehlt sich deshalb eine Trainingspause mit anschliessendem behutsamem Wiedereinstieg.

Positive Auswirkungen zeigen sich ausserdem beim Schlaf. Menschen, die tagsüber aktiv sind, finden abends häufig leichter in den Schlaf und schlafen insgesamt ruhiger. Gerade während der lichtarmen Monate kann das besonders hilfreich sein. Eine erholsame Nacht trägt wiederum dazu bei, am folgenden Morgen mit mehr Energie aufzustehen.
Diese Bewegungsempfehlungen gelten in der Schweiz
Das Bundesamt für Gesundheit betont bei seinen Empfehlungen zur körperlichen Aktivität eine zentrale Botschaft: Jede Form von Bewegung ist wertvoll. Zusätzliche Aktivität wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, selbst wenn es sich nur um wenige Minuten handelt.
Für Erwachsene gelten wöchentlich 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Belastungsintensität als Empfehlung. Wer intensiver trainiert, kann stattdessen 75 bis 150 Minuten pro Woche absolvieren. Ergänzend sollten an wenigstens zwei Wochentagen Übungen zur Muskelkräftigung stattfinden.

Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung erfüllt diese Vorgaben bereits. Gemäss der Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2022 erreichen im Kanton Zug etwa 82 Prozent die empfohlenen 150 Minuten Bewegung. Entscheidend bleibt jedoch, die körperliche Aktivität auch während der kühleren Herbst- und Wintermonate beizubehalten.
Auch bei Regen an die frische Luft
Nach einer verbreiteten Redewendung ist nicht das Wetter schlecht, sondern lediglich die Kleidung ungeeignet. Tatsächlich steckt darin einiges an Wahrheit. Mit einer wetterfesten Jacke und geeignetem Schuhwerk lässt sich selbst ein Spaziergang bei Regen angenehm gestalten.

Praktisch ist dabei das sogenannte Zwiebelprinzip. Mehrere dünne Kleidungsstücke werden übereinander getragen und können bei Bedarf einzeln abgelegt werden.
Sobald es dämmert, erhöhen helle Kleidungsstücke und reflektierende Elemente die Sichtbarkeit. Auf schlecht beleuchteten Strecken bietet eine Stirnlampe zusätzlichen Schutz. Das gilt auch für Vierbeiner die mit Ihnen die frische Luft geniessen.
Fit bleiben in den eigenen vier Wänden
Es gibt allerdings Tage, an denen die Witterung einen Aufenthalt draussen besonders unangenehm macht. Für solche Situationen stehen zahlreiche Trainingsmöglichkeiten zu Hause zur Verfügung.
Übungen wie Kniebeugen, Liegestütze und Planks lassen sich ohne spezielle Geräte und auf engem Raum durchführen.

Auch eine Yogaeinheit oder ein kurzes Workout mithilfe eines Trainingsvideos bieten sich für die langen Herbstabende an. Wer lieber ausserhalb der Wohnung trainiert, kann beispielsweise ein Hallenbad, eine Kletterhalle oder ein Fitnessstudio besuchen.
Darüber hinaus organisieren zahlreiche Sportvereine während der Wintermonate Trainingsangebote in Turnhallen. Auf diese Weise lässt sich körperliche Aktivität mit neuen sozialen Kontakten in der eigenen Region verbinden.











