Gesundheit Aargau: So bleiben Sie auch bei Wetterwechsel gesund

Warme Nachmittage, kalte Morgen: Der Herbst fordert den Körper. Mit passender Kleidung, genügend Schlaf und Bewegung kommen Sie besser durch die Übergangszeit.

Das Wichtigste in Kürze
- Mehrere dünne Kleidungsschichten helfen, auf wechselnde Temperaturen zu reagieren.
- Genügend Schlaf und regelmässige Bewegung unterstützen die Gesundheit.
- Händewaschen und Lüften helfen, das Ansteckungsrisiko zu senken.
Zwanzig Grad am Mittag und nächsten Morgen schon wieder kühl und eisig. Solche Sprünge gehören in der Schweiz zum Herbst. Schnell klagen wir über Müdigkeit, Kopfschmerzen oder ein Kratzen im Hals. Der Jahreszeitenwechsel kann uns zu schaffen machen, wenn wir nicht einige Dinge beachten.
Warum der Körper auf Wetterwechsel reagiert
Unser Körper muss seine Temperatur möglichst konstant halten, egal was draussen passiert. Bei Temperaturwechseln passt er unter anderem die Durchblutung der Haut an. Manche Menschen berichten bei Föhn oder raschen Wetterwechseln auch von Kopfschmerzen und Müdigkeit.
Wie diese Beschwerden entstehen und welchen Anteil das Wetter daran hat, ist allerdings nicht abschliessend geklärt. Kalte, trockene Luft kann zudem die Schleimhäute in Nase und Rachen reizen. Wichtig ist zu wissen, dass Erkältungen durch Viren ausgelöst werden, nicht durch den Wetterwechsel selbst. Doch was hilft nun, damit uns nicht zu kalt wird?
Kleidung nach dem Zwiebelprinzip
Im Herbst lohnt sich ein Zwiebelprinzip. Wer sich zu warm eingepackt ist, schwitzt beim Gehen und kühlt danach im Wind rasch aus. Mehrere dünne Schichten lassen sich unterwegs anpassen und sind deshalb oft praktischer als ein einzelner dicker Pullover.

Achten Sie auch auf trockene Füsse und schützen Sie Hals und Kopf bei Bedarf vor Kälte und Wind. Ein dünner Schal im Rucksack braucht kaum Platz und hilft an windigen Abenden. Nasse Kleidung sollten Sie möglichst bald wechseln.
Gesundheit Aargau: Schlaf und Bewegung Wenn es kalt wird
Ausreichend Schlaf unterstützt das Immunsystem und hilft, tagsüber fit zu bleiben. Hilfreich sind feste Schlafenszeiten, ein angenehm kühles Schlafzimmer und möglichst wenig helles Bildschirmlicht am späten Abend. Auch Tageslicht am Morgen hilft, die innere Uhr zu stabilisieren.

Sobald es ungemütlich wird, verlagert sich der Alltag nach drinnen und die Bewegung kommt oft zu kurz. Dabei unterstützt regelmässige Aktivität die Gesundheit auch in der kühleren Jahreszeit.
Laut einer Studie ist ein zügiger Spaziergang von 30 Minuten ein guter Beitrag zu mehr Bewegung im Alltag. Hilfreich ist, dafür regelmässig Zeit einzuplanen.
Trockene Heizungsluft ernst nehmen
In der Heizperiode kann die Luft in Wohnungen und Büros unangenehm trocken werden. Überheizen Sie die Räume deshalb möglichst nicht. Mehrmals täglich kurz und kräftig zu lüften sorgt für frische Luft, erhöht im Winter allerdings nicht die Luftfeuchtigkeit.

Ein dauerhaft gekipptes Fenster lässt die Räume unnötig auskühlen. Achten Sie zudem darauf, ausreichend zu trinken. Wasser und ungesüsster Tee reichen dafür vollkommen aus. Bei anhaltend trockener Nase kann eine einfache Kochsalzlösung zur Befeuchtung helfen.
Essen, das zur Jahreszeit passt
Im Herbst liefert die Region reichlich Gemüse, das sich gut für warme Mahlzeiten eignet. Kürbis, Lauch, Kohl und Wurzelgemüse sind saisonal erhältlich und haben bei regionaler Herkunft kurze Transportwege.

Warme Speisen empfinden viele bei feuchtkaltem Wetter als besonders angenehm. Eine Suppe am Abend ist oft die einfachste Lösung nach einem langen Arbeitstag.
Nahrungsergänzungsmittel sind für die meisten gesunden Menschen bei abwechslungsreicher Ernährung nicht pauschal nötig. Bei Fragen zu Vitamin D oder einem möglichen Mangel lohnt sich ein Gespräch in der Hausarztpraxis.
Das Ansteckungsrisiko senken
In der Übergangszeit verbringen viele Menschen mehr Zeit in Innenräumen, wo sich Atemwegsviren leichter verbreiten können. Regelmässiges Händewaschen ist eine einfache Schutzmassnahme. Auch das Lüften in Sitzungs- und Schulzimmern hilft, die Konzentration virushaltiger Partikel in der Luft zu senken.

Wer erkältet ist, sollte enge Kontakte möglichst vermeiden und in die Armbeuge niesen oder husten. Bei unvermeidbaren Kontakten kann zusätzlich eine gut sitzende Maske andere schützen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko ist zudem die Grippeimpfung ein Thema für die Hausarztpraxis.
Wann Sie genauer hinschauen sollten
Leichte Beschwerden können vorübergehend sein, sollten aber nicht automatisch dem Wetter zugeschrieben werden. Bei hohem Fieber, anhaltenden oder zunehmenden Symptomen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Auch starke Kopfschmerzen, die neu auftreten und sich nicht erklären lassen, gehören abgeklärt.
Bei akuter Atemnot oder plötzlich einsetzenden, ungewöhnlich heftigen Kopfschmerzen braucht es sofort medizinische Hilfe.












