Kanton Solothurn fährt kleineres Defizit als budgetiert ein

Der Kanton Solothurn schloss die Staatsrechnung 2024 mit einem Defizit von 9,2 Millionen Franken, trotz eines Plus von 103,1 Millionen gegenüber dem Budget.

Der Kanton Solothurn hat die Staatsrechnung 2024 um 103,1 Millionen Franken besser abgeschlossen als budgetiert. Unter dem Strich bleibt jedoch ein Defizit von 9,2 Millionen Franken. Die Finanzplanung für die nächsten Jahre bleibt gemäss Regierungsrat «herausfordernd».
Grund für den verbesserten Abschluss sind höhere Erträge bei der Staatssteuer, wie Finanzdirektor Peter Hodel (FDP) am Donnerstag in Solothurn mitteilte. Der Kanton nahm 86,1 Millionen Franken mehr Steuern ein als erwartet.
Auch gab der Kanton 4,3 Millionen Franken weniger aus als vom Parlament bewilligt. Er investierte zugleich 63,2 Millionen Franken oder 34 Prozent weniger als budgetiert. Der Kanton finanzierte neben den laufenden Konsumausgaben auch die Investitionen aus den Erträgen. Die Nettoverschuldung pro Kopf sank leicht auf 3356 Franken.
Solothurn deckt Defizit von 9,2 Millionen mit Eigenkapital
Das Defizit könne dank des in den vergangenen Jahren gebildeten Eigenkapitals von 689,3 Millionen Franken abgefedert werden, hiess es. Der finanzielle Handlungsspielraum bleibe erhalten.
Regierungsrat und Parlament haben bereits einen Massnahmenplan zur Entlastung des Staatshaushalts geschnürt. Die 114 Massnahmen sollen Einsparungen von durchschnittlich 57 Millionen Franken in den Jahren 2026 bis 2028 bringen.
Der Kanton Solothurn war 2023 nach fünf Jahren mit Überschüssen in die roten Zahlen gerutscht. Das Defizit belief sich 2023 auf 58,3 Millionen Franken.