Pfahlbauten im Inkwilersee sind für Jahrzehnte geschützt

Keystone-SDA Regional
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Solothurn,

Die Unesco-Pfahlbauten im Inkwilersee im Grenzgebiet der Kantone Bern und Solothurn sind in den kommenden Jahrzehnten vor Bibern geschützt. Das Schutzprojekt sowie die Aufwertungsmassnahmen für Flora und Fauna mit Kosten von 800'000 Franken sind vollbracht.

Inkwilersee
Der Inkwilersee im Grenzgebiet der Kantone Bern und Solothurn. - Handout Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Die Bauarbeiten im Inkwilersee seien planmässig Anfang Dezember abgeschlossen worden, teilten die Kantone Bern und Solothurn am Montag gemeinsam mit. Die grosse Insel und der nahe Seegrund seien mit Nagetiergittern, Kies und einem Häcksel-Erde-Gemisch bedeckt worden.

Damit werde die Unesco-Welterbe-Fundstelle unter guten Bedingungen für künftige Generationen im Boden erhalten bleiben und sei vor dem Biber geschützt, hiess es. Die Kosten dieser Schutzmassnahmen teilten sich die Kantone Bern und Solothurn mit je 300'000 Franken und der Bund mit 200'000 Franken.

Eine Rolle bei den Schutzmassnahmen spielte auch der Naturschutz. Dazu gehöre der Schutz des Bibers und des Brutgebiets auf der Insel, halten die Kantone fest. So sei nach den Bauarbeiten der ursprüngliche Totholzbestand auf dem Seegrund im Uferbereich wieder hergestellt worden.

Es gehe darum, Habitate und Strukturen für Fische, Vögel und weitere Kleintiere zu bilden. Zudem seien auf der Insel Asthaufen errichtet worden. Auf der Insel seien Stämme der verbliebenen Bäume sorgfältig mit Nagetiergitter geschützt worden, um sie als Nistbäume zu erhalten.

Der künstliche Biberersatzbau auf der kleinen Insel werde nach der Brutzeit der Vögel abgebaut. Die Biber hätten bereits an anderen Stellen neue Bauten errichtet, hiess es.

Die grosse Insel im Inkwilersee ist gemäss Angaben der Kantone Bern und Solothurn eine seit langem bekannte und geschützte archäologische Fundstelle. Als Teil des Unesco-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» trage sie den höchsten Schutz und sei von internationaler Bedeutung.

Das Schutzgebiet umfasst die Insel und den angrenzenden Seegrund, wo sich gut erhaltene Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit (3800 bis 850 vor Christus) befinden.

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